{"id":1835,"date":"2022-09-12T04:29:44","date_gmt":"2022-09-12T03:29:44","guid":{"rendered":"https:\/\/db-brandenburg.de\/?p=1835"},"modified":"2022-09-12T04:30:18","modified_gmt":"2022-09-12T03:30:18","slug":"wie-die-gemeinde-brenkenhoffsbruch-gebildet-wurde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/db-brandenburg.de\/?p=1835","title":{"rendered":"Wie die Gemeinde Brenkenhoffsbruch gebildet wurde"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>\nSchon lange bevor Friedrich der Gro\u00dfe unter Brenkenhoffs Aufsicht das Netze- und Warthebruch entw\u00e4ssern, die Fl\u00fcsse eindeichen und Kolonisten auf dem urbar gemachten Lande ansetzen lie\u00df, waren mehrere Kolonien sowohl im Netze- wie im Warthebruch entstanden; sie waren allerdings h\u00e4ufig \u00dcberschwemmungen ausgesetzt und konnten daher nicht recht zu Wohlstand kommen. Zu dieser vor fridericianischen Siedlungen geh\u00f6rte auch Gottschimmerbruch oder, wie es fr\u00fcher genannt wurde, Gottschimmer Holl\u00e4nder. Es war auf dem Bruchgebiet des am s\u00fcdlichen Rande des Netzebruches gelegenen Dorfes Gottschimm, aber n\u00f6rdlich des Flusses, entstanden. Dr. Neuhaus sagt in seinem Buche \u201eDie Fridericianische Kolonisation im Warthe- und Netzebruch\u201c: \u201e1728 wurde dann die Kolonie Gottschimmerbruch an der Netze eingerichtet mit urspr\u00fcnglich etwa 50 Kolonisten, von denen jeder eine Zweihufenstelle erhielt.\u201c<br \/>\n<!--more--><br \/>\nWie alle jene ersten Kolonien, so kam auch diese wegen der h\u00e4ufigen \u00dcberflutungen nicht zu rechtem Gedeihen. Erst durch \u201edie gro\u00dfe Einrichtung der Entw\u00e4sserung\u201c, wie es in dem Brenkenhoffsbrucher Erbzinskontrakt, der am 12. November 1769 zwischen Brenkenhoff und den Besitzern abgeschlossen wurde, hei\u00dft, \u201esind auch die Grundst\u00fccke der schon in vorigen Zeiten hin und wieder und besonders in dem eigentlich so genannten Gottschimmerbruche etablierten Holl\u00e4nderfamilien vor allen ferneren \u00dcberschwemmungen gesichert. Von diesen haben 49 als billig eingesehen, da\u00df sie die wegen Verwallung und Trockenmachung ihre Grundst\u00fccke aufgewandten Kosten \u00fcbernehmen oder sich eine proportionierliche (verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige) Erh\u00f6hung des Zinses (d.h. der Grundsteuer) gefallen lassen mu\u00dften, und haben sich zu ersteren entschlossen.\u201c Die \u00fcbrigen Kolonisten im Gottschimmer Holl\u00e4nder wollten sich aber dazu nicht verstehen. Deshalb wurden die erw\u00e4hnten 49 Wirte zu einer besonderen Gemeinde zusammengefa\u00dft, die zu Ehren des gro\u00dfen Kolonisators den Namen Brenkenhoffsbruch erhielt. Der Erbzinskontrakt wurde am 30. Juni 1771 von K\u00f6nig Friedrich II. best\u00e4tigt, und so kann dieser Tag als der Geburtstag der Kolonie gelten. Die Brenkenhoffsbrucher hatten fortan f\u00fcr jeden gro\u00dfen Morgen Binnenwall (d.h. durch den Wall gesch\u00fctztes Land) 14 Groschen, f\u00fcr einen Morgen Butendiek (d.h. \u00dcberschwemmung auch noch ferner ausgesetztes Land) 12 Groschen Zins j\u00e4hrlich zu zahlen. Wie gering die Schulbildung der Bev\u00f6lkerung damals noch war, ist daran zu ermessen, da\u00df von den 49 Wirten nur 18 ihren Namen zu schreiben vermochten. <\/p>\n<p><em>Quelle:<\/em> Neum\u00e4rkische Zeitung 12. Dezember 1926\n<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon lange bevor Friedrich der Gro\u00dfe unter Brenkenhoffs Aufsicht das Netze- und Warthebruch entw\u00e4ssern, die Fl\u00fcsse eindeichen und Kolonisten auf dem urbar gemachten Lande ansetzen lie\u00df, waren mehrere Kolonien sowohl im Netze- wie im Warthebruch entstanden; sie waren allerdings h\u00e4ufig \u00dcberschwemmungen ausgesetzt und konnten daher nicht recht zu Wohlstand kommen. 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